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Module
Digitale Langzeitarchivierung: Preservation Policy
Textinhalt
Beschreibung

Grundlage ist die TIB Preservation Policy, Version 1.5 vom 28.06.2024, zuletzt geprüft am 23.09.2025. Das Modul erläutert Erhaltungsstufen, OAIS/Rosetta, Archivmaster, Metadaten und geregelten Zugriff.

Lernergebnis

Die Teilnehmenden können Bitstream, Logical und Semantic Preservation unterscheiden und Maßnahmen wie Prüfsummen, redundante Speicherung und dokumentierte Änderungen den Zielen Authentizität, Integrität und langfristige Nutzbarkeit zuordnen.

Literatur

Preservation Policy der TIB

Worum geht es?

Die Preservation Policy beschreibt, wie die Technische Informationsbibliothek (TIB) digitale Inhalte langfristig erhält. Ziel ist, dass wichtige wissenschaftliche Informationen auch in vielen Jahren noch auffindbar, lesbar und nutzbar bleiben. Dafür setzt die TIB Regeln, technische Verfahren und klare Zuständigkeiten ein.

Die TIB ist die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik, Naturwissenschaften und verwandte Bereiche. Sie sammelt und bewahrt unter anderem Forschungsberichte, Hochschulschriften und Objekte aus dem institutionellen Repositorium der Leibniz Universität Hannover. Die Policy richtet sich an Mitarbeitende, Datenproduzent:innen und Nutzer:innen und wird regelmäßig überprüft.

Ein zentraler Gedanke ist die digitale Langzeitarchivierung. Digitale Objekte werden dabei nicht nur gespeichert, sondern so behandelt, dass sie auch in Zukunft erhalten bleiben. Die TIB achtet dabei auf technische Entwicklungen, pflegt Metadaten, hält rechtliche Vorgaben ein und schützt Daten vor Verlust oder Veränderung.

Drei Erhaltungsstufen

Besonders wichtig sind drei Erhaltungsstufen: Bei der Bitstream Preservation wird die Datei als Datenstrom gesichert. Bei der Logical Preservation bleibt sie auf Dateiebene lesbar und nutzbar. Die Semantic Preservation geht noch weiter: Auch der Inhalt soll später verständlich bleiben, weil wichtige Kontextinformationen mitgespeichert werden. Die TIB strebt für ihre archivierungspflichtigen Objekte möglichst alle drei Ebenen an.

Wie schützt die TIB digitale Objekte?

Damit digitale Objekte zuverlässig erhalten bleiben, nutzt die TIB Prüfsummen, redundante Speicherung und überwachte Speichermedien. Die Originaldatei wird als Archivmaster unverändert bewahrt. Wenn Änderungen nötig sind, geschieht das an einer Kopie und wird dokumentiert. So bleiben Authentizität und Nachvollziehbarkeit erhalten.

Zugriff und Systeme

Auch der Zugriff ist geregelt. Manche Objekte sind frei online verfügbar, andere nur mit Campus-Lizenz, nur für registrierte Nutzer:innen oder nur vor Ort. Die TIB arbeitet mit dem OAIS-Modell und dem System Rosetta, das wichtige Funktionen für Ingest, Speicherung, Verwaltung, Erhaltungsplanung und Zugriff unterstützt.

Kurz zusammengefasst

Die Preservation Policy sorgt dafür, dass digitales Wissen nicht verloren geht, sondern sicher, nachvollziehbar und langfristig verfügbar bleibt.

Zusätzlicher Inhalt
Die folgenden unterstützenden Materialien sind verfügbar.
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Preservation Policy.pdf
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Alternativer Inhalt#2
tib.eu
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